Zehn juristische Fragen, die jeder Gründer seinem Anwalt stellen sollte – am besten noch heute
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Deutschland gilt als Gründerland im Wandel: Tausende neue Unternehmen entstehen jährlich, von der Ein-Personen-GmbH bis zum ambitionierten Start-up. Was viele Gründerinnen und Gründer dabei unterschätzen: Der unternehmerische Alltag ist durchzogen von rechtlichen Fragestellungen, die im schlimmsten Fall existenzbedrohend werden können. Wer frühzeitig einen erfahrenen Anwalt konsultiert – auch mobil über Plattformen wie Kanzleien.mobi – kann sich teure Fehler ersparen.
Im Folgenden finden Sie zehn zentrale Rechtsfragen, die für Unternehmer besonders relevant sind.
1. Welche Rechtsform ist für mein Unternehmen die richtige?
GbR, UG, GmbH oder doch eine AG? Die Wahl der Rechtsform hat weitreichende Konsequenzen für Haftung, Steuern und Außenwirkung. Viele Gründer wählen intuitiv – oft ohne die langfristigen Implikationen vollständig zu überblicken. Ein Anwalt für Gesellschaftsrecht hilft dabei, die passende Struktur zu wählen und die Gründungsdokumente rechtssicher aufzusetzen.
Wann zum Anwalt? Spätestens vor der notariellen Beurkundung, besser bereits in der Planungsphase.
2. Sind meine Allgemeinen Geschäftsbedingungen wirksam?
AGB sind das juristische Fundament vieler Geschäftsbeziehungen – und gleichzeitig eine häufige Quelle für Abmahnungen. Unwirksame Klauseln, fehlende Pflichtangaben oder veraltete Formulierungen können teuer werden. Insbesondere im B2C-Bereich gelten strenge gesetzliche Anforderungen.
Wann zum Anwalt? Vor der ersten Veröffentlichung der AGB und nach jeder wesentlichen Änderung des Geschäftsmodells.
3. Wie schütze ich meine Geschäftsidee und Marke?
Eine einprägsame Marke, ein innovatives Produkt oder ein selbst entwickeltes Softwaretool – all das kann und sollte rechtlich geschützt werden. Markenrecht, Urheberrecht und gewerblicher Rechtsschutz sind komplexe Gebiete mit erheblichem wirtschaftlichem Potenzial.
Wann zum Anwalt? Bevor Sie Ihre Marke öffentlich verwenden oder ein Produkt auf den Markt bringen.
4. Was muss ich beim Datenschutz beachten?
Seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 sind Datenschutzverstöße mit empfindlichen Bußgeldern verbunden. Datenschutzerklärungen, Cookie-Einwilligungen und die Verarbeitung von Kundendaten müssen gesetzeskonform gestaltet sein – auch und gerade für kleine Unternehmen.
Wann zum Anwalt? Vor dem Launch jeder Website oder App sowie bei der Einführung neuer digitaler Prozesse.
5. Wie gestalte ich Verträge mit Lieferanten und Kunden rechtssicher?
Ein Handschlag oder eine formlose E-Mail reicht oft nicht aus, um Ansprüche im Streitfall durchzusetzen. Gut formulierte Verträge schützen beide Seiten und beugen Missverständnissen vor. Besonderes Augenmerk verdienen Haftungsausschlüsse, Zahlungsbedingungen und Kündigungsklauseln.
Wann zum Anwalt? Bei jedem Vertrag mit erheblichem wirtschaftlichem Volumen oder langfristiger Bindungswirkung.
6. Welche arbeitsrechtlichen Pflichten habe ich als Arbeitgeber?
Sobald ein Unternehmen Mitarbeiter beschäftigt, gelten umfangreiche arbeitsrechtliche Regelungen: von der Pflicht zur schriftlichen Arbeitszeiterfassung über Urlaubsansprüche bis hin zu Kündigungsschutzvorschriften. Fehler in Arbeitsverträgen oder bei Kündigungen können zu kostspieligen Arbeitsgerichtsprozessen führen.
Wann zum Anwalt? Vor der ersten Einstellung und bei jeder beabsichtigten Kündigung.
7. Wie gehe ich mit Abmahnungen um?
Abmahnungen – ob wegen Wettbewerbsverstößen, Urheberrechtsverletzungen oder fehlerhaften Impressumsangaben – sind im deutschen Unternehmensalltag keine Seltenheit. Wer eine Abmahnung erhält, sollte niemals vorschnell reagieren oder die beigefügte Unterlassungserklärung ungeprüft unterschreiben.
Wann zum Anwalt? Unmittelbar nach Erhalt einer Abmahnung – Fristen sind oft kurz.
8. Was ist bei der Zusammenarbeit mit Freelancern zu beachten?
Die Beschäftigung von Freiberuflern birgt das Risiko der sogenannten Scheinselbstständigkeit. Wenn die Deutsche Rentenversicherung eine Prüfung durchführt und Scheinselbstständigkeit feststellt, können erhebliche Nachzahlungen fällig werden. Die Gestaltung von Freelancer-Verträgen erfordert daher besondere Sorgfalt.
Wann zum Anwalt? Vor Abschluss jedes Freelancer-Vertrags, insbesondere bei langfristiger oder exklusiver Zusammenarbeit.
9. Wie sichere ich mein Unternehmen im Falle von Gesellschafterstreitigkeiten ab?
Konflikte zwischen Gesellschaftern gehören zu den häufigsten Ursachen für das Scheitern von Unternehmen. Ein gut ausgearbeiteter Gesellschaftervertrag mit klaren Regelungen zu Entscheidungsfindung, Gewinnverteilung und Ausstiegsszenarien ist daher unverzichtbar.
Wann zum Anwalt? Bei der Gründung und bei jeder Veränderung der Gesellschafterstruktur.
10. Was passiert mit meinem Unternehmen, wenn ich ausfalle?
Nachfolgeplanung und Notfallvorsorgung sind Themen, die viele Unternehmer verdrängen. Wer übernimmt die Geschäftsführung im Krankheitsfall? Gibt es eine Vollmacht? Wie ist die Erbfolge geregelt? Diese Fragen sind nicht nur für ältere Unternehmer relevant.
Wann zum Anwalt? Spätestens dann, wenn das Unternehmen eine gewisse Größe und Komplexität erreicht hat – besser früher als später.
Mobil beraten lassen – wann und wo Sie wollen
Die gute Nachricht für alle beschäftigten Unternehmerinnen und Unternehmer: Rechtliche Beratung muss heute nicht mehr zwingend mit einem Termin in einer Kanzlei verbunden sein. Über Kanzleien.mobi finden Sie spezialisierte Anwälte, die auch telefonisch oder per Videocall erreichbar sind – flexibel, effizient und auf Ihre unternehmerischen Bedürfnisse zugeschnitten. Nutzen Sie diese Möglichkeit, bevor aus einer kleinen rechtlichen Unklarheit ein ernsthaftes Problem wird.